Dienstag 24. Mai 2011 von 10.00 Uhr bis 13.30 Uhr im Haus der Wirtschaft Stuttgart
Eine gemeinsame Veranstaltung des DGB Baden-Württemberg und des Forum Soziale Technikgestaltung
Seit zwanzig Jahren befasst sich das ehrenamtliche Personen-Netzwerk „Forum Soziale Technikgestaltung“ mit dem Wandel der Arbeitswelten. Im Vordergrund steht dabei die humane Formung der digitalen und virtuellen Arbeitsumgebungen. Konstruktive Technikgestaltung soll nachhaltige Beschäftigung und sichere berufliche Existenzen erleichtern. Von der frühen „Telearbeit“ über die „Virtuellen Rathäuser“ bis zum „Blended Learning“, vom „Electronic Business“ über „E-Mobility“ bis zur Arbeit mit den Cloud-Techniken reichen die Impulse des Forum Soziale Technikgestaltung.
Über die Jahre hinweg entstanden zahlreiche Projekte für verträgliche Technikanwendungen. Kontinuierlich wirkte das Forum in Beiräten und Programmen des Bundeswirtschaftsministeriums, des BMBF und des BMAS sowie verschiedener Landesministerien in Baden-Württemberg. Über Handlungsempfehlungen, Leitfäden und Pilotierungen neuer Techniklösungen begleitete das FST Betriebs- und Personalräte, Gewerkschafter/innen, Gemeinderäte und Bürgermeister, Handwerksbetriebe, Frauennetzwerke, Wirtschaftsförderer und Erwerbssuchende.
In vielen Kommissionen und Beiräten brachte das Forum Soziale Technikgestaltung seine Vorschläge in die politischen Entscheidungsprozesse ein. Das FST ist seit langem verlässlicher Partner in einschlägigen Innovationsnetzwerken.
Mit Mut und Selbstbewusstsein wurde das Forum Soziale Technikgestaltung zum Vermittler, Moderator und Mediator von Modernisierungsprozessen innerhalb und außerhalb der Gewerkschaften. Die Kontroversen um Innovationen eröffneten neue Sichtweisen. Soziale Gestaltung von Technik folgt einer kooperativen Kultur zwischen Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen, Wissenschaft und Gewerkschaften.
Zahlreiche Veröffentlichungen markieren die Interventionsfähigkeit dieses realen und virtuellen, lernenden und anstoßenden Netzwerkes. Das Jahr 2011 bietet Gelegenheit für einen Blick zurück als Grundlage für einen offensiven Innovationsblick nach vorn.
Seien Sie herzlich eingeladen zur Veranstaltung. Um Anmeldung wird gebeten bei: Welf Schröter
Programmablauf der Veranstaltung
10.00 Uhr Begrüßung und Einführung
Arbeiten in der Wissensgesellschaft
Nikolaus Landgraf, Vorsitzender des DGB Baden-Württemberg
10.25 Uhr Beitrag
Deutschland digital 2015: Neue Technologien und Perspektiven für Wachstum und Beschäftigung
Dr. Andreas Goerdeler, Referatsleiter Entwicklung konvergenter IKT, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
10.50 Uhr Beitrag
Innovationen für neue Arbeitsplätze
N.N., Landesregierung Baden-Württemberg
11.15 Kaffeepause
11.30 Uhr Beitrag
Handwerk und Kopfwerk – wenn sich Individualität vernetzt
Dr. Hartmut Richter, Hauptgeschäftsführer a.D. des Baden-Württembergischen Handwerkstages
11.55 Uhr Beitrag
Arbeiten in den Infrastrukturen der Cloud
Barbara Bertrang, Leiterin Regionalbüro Südwest der Deutschen Telekom
12.20 Uhr Beitrag
Das Leitbild Telearbeit im Krisen-Wechsel
Dr. Dieter Klumpp, Direktor der Alcatel-Lucent-Stiftung für Kommunikationsforschung
12.35 Uhr Beitrag
Virtualisierung der Arbeitswelten und soziale Anforderungen
Welf Schröter, Leiter des Forum Soziale Technikgestaltung
13.00 Uhr Kleiner Imbiss und Möglichkeiten zum Networking
Ort der Veranstaltung: Haus der Wirtschaft Stuttgart, Bertha-Benz-Saal. Eintritt frei. Anmeldung erbeten an: Welf Schröter schroeter@talheimer.de
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Programmflyer_Zwanzig_Jahre_Forum_Soziale_Technikgestaltung.pdf ... |
Die Bilder der Atomkatastrophe von Fukushima haben die öffentliche Diskussion durcheinandergeschüttelt. 25 Jahre nach Tschernobyl stellt sich für einen Industriestandort wie Baden-Württemberg die Frage, mit welchen Energieträgern die Wirtschaft – und mit ihr die Erwerbswelt – nachhaltig und klimaverträglich fortgeführt werden kann. Die Energiekosten sind in der Wirtschaft zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden. Damit aber der erarbeitete Wohlstand gehalten werden kann, muss vieles verändert werden. – Eine human und sozial angelegte Informationstechnik kann dabei einen großen und zentralen Beitrag leisten. Der Industriestandort Baden-Württemberg benötigt deshalb jetzt rasch eine neue ganzheitliche IT-Strategie, um als „Intelligentes Null-Emissionsland“ auch in Zukunft ein wettbewerbsfähiger Industriestandort zu bleiben. – Der Leiter des Forum Soziale Technikgestaltung, fasst die FST-Diskussionen in einigen Thesen zusammen.
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FST-Thesen_Ganzheitliche_IT-Strategie_fuer_ein_Null-Emmissionsland_Baden-Wuerttemberg.pdf ... |
Das Forum Soziale Technikgestaltung gehörte Mitte der neunziger Jahre zu den Pionieren der Telearbeit (alternierende Telearbeit). Gemeinsam mit der Deutschen Telekom AG, der IHK und der Handwerkskammer der Region Stuttgart forcierte das FST den Ausbau sozial gestalteter Telearbeit. Mehr als ein Jahrzehnt später kommt die Telearbeit im Zusammenhang mit neuen Arbeitszeitmodellen und familienfreundlichen Betriebskonzepten wieder zu Ehren. Im Rahmen des Vorhabens "Erfolgsfaktor Familie" diskutiert der Leiter des Forum Soziale Technikgestaltung im Haus der Wirtschaft Berlin mit Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und DIHT-Chef Hans-Heinrich Driftmann über die Potenziale familienfreundlicher Regelungen der Telearbeit. Siehe das beigefügte Programm.
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Erfolgsfaktor-Familie-2011.pdf ... |
Orientierungswissen, Wissenstransfer und Kompetenzerwerb für heute in der Transfergesellschaft betreute frühere Beschäftigte des Unternehmens Heidelberger Druckmaschinen
Ein Ort der Motivation, des Lernens und Nachdenkens,
ein Platz für den Erwerb von Orientierungswissen über die Zukunft der Arbeit,
eine Chance zur Stärkung der eigenen Beschäftigungsfähigkeit,
eine Möglichkeit zur Mitwirkung an Innovationen für die Region
Der „ZIMT-Campus Bildung und Beschäftigung Heidelberg“ verfolgt zwei Ziele:
Wissenstransfer zu den Betroffenen: Unterstützung der in die Transfergesellschaft gewechselten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der Pflege der eigenen Beschäftigungsfähigkeit
Wissenstransfer zwischen den Betroffenen und von den Betroffenen in die Region: Motivierung, Einbeziehung und Beteiligung der in die Transfergesellschaft gewechselten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der Konkretisierung einer regionalen Innovationsstrategie für neue Arbeitsplätze entsprechend der ZIMT-Handlungsempfehlungen
Der ZIMT-Campus bietet Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern inhaltliche Lern-, Weiterbildungs- und Diskussionsherausforderungen an, um sie an den technologischen Wandel und neue technische Potenziale heranzuführen. Sie sollen zudem mit der ZIMT-Strategie vertraut gemacht werden. Dies soll dazu beitragen, dass die Kolleginnen und Kollegen leichteren Zugang zu neuen Arbeits- und Berufsumgebungen finden. Zu diesem Zweck werden Vorlesungs-Reihen und Seminar-Reihen angeboten.
Der ZIMT-Campus bietet in 2010 und 2011 Vorlesungen und Seminare zu den Themen:
Kompetenzfeld Arbeitswelt & Lebenswelt
Kompetenzfeld Technik & Innovation
Kompetenzfeld Beruflichkeit & Frauen im Beruf
Kompetenzfeld Ingenieurinnen & Ingenieure
Der „ZIMT-Campus Bildung und Beschäftigung Heidelberg“ in der Transfergesellschaft ist eines der Ergebnisse des gewerkschaftlichen Innovationsprojektes ZIMT und wird unterstützt von den Partnern IG Metall Heidelberg, weitblick personalpartner, Projekt Engineering der IG Metall Bezirksleitung Baden-Württemberg, Forum Soziale Technikgestaltung, Projekt MAREMBA (AP 9) im BMWi-Programm SimoBIT, Projekt VIA und weiteren Akteuren.
Kontakt für Nachfragen: Welf Schröter