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Gemeinsame Initiative „Zukunft der Arbeit – Gestaltungspotenziale für Industrie 4.0“

 

Zu einer gemeinsamen neuen Initiative „Zukunft der Arbeit – Gestaltungspotenziale für Industrie 4.0“ lädt das Forum Soziale Technikgestaltung mit seinen Partnern ein. Am Montag 27. April 2015 findet um 17.00 Uhr im Haus der Wirtschaft Stuttgart die Auftaktveranstaltung (Programm siehe unten) für die Reihe „Werkstattgespräche 2015 – 2016: Zukunft der Arbeit – Gestaltungspotenziale für Industrie 4.0“ statt. Die mehr als zwanzigteilige Reihe erstreckt sich über die Jahre 2015 und 2016. 

Die „Werkstattgespräche“ werden getragen von den Partnern Netzwerk ZIMT in der Metropolregion Rhein-Neckar, IG Metall Verwaltungsstelle Heidelberg und Forum Soziale Technikgestaltung beim DGB Bezirk Baden-Württemberg. Das Vorhaben wird unterstützt von den Partnern Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, Ressort Zukunft der Arbeit des IG Metall Vorstandes, IG Metall Bezirksleitung Baden-Württemberg, ITK-Arbeitskreis des IG Metall Bezirks Baden-Württemberg, DGB Bezirk Baden-Württemberg, Kompetenzzentrum Wirtschaft des DGB Bezirks Baden-Württemberg sowie BMAS-Projekt AKTIV, BMWi-Projekt CLOUDwerker, BMBF-Projekt MITengAge, EU-Projekt Sustainability Maker. Die Schirmherrschaft hat Dr. Nils Schmid, Minister für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, übernommen.

 

Die „Werkstattgespräche“ orientieren sich an folgenden Zielen: 

  • Gezielte Information, Sensibilisierung und Unterstützung von Betriebsräten, Beschäftigten und Freien beim Erwerb von Gestaltungskompetenz im Umgang mit Technologien und Prozessen für „Industrie 4.0“,
  • Identifikation von Gestaltungsansätzen für regionale Standortsicherungs-impulse,
  • Identifikation und Erschließung von Chancen und Innovationspotenzialen zur Schaffung und Sicherung von Beschäftigung,
  • soziale Gestaltung neuer mitbestimmter Infrastrukturen der Arbeit entlang überbetrieblicher virtueller Prozesse und Wertschöpfungsketten,
  • präventive Folgenabschätzung der Auswirkungen von „Industrie 4.0“ auf die Gesellschaft,
  • Erarbeitung von Beiträgen und Impulsen zugunsten von Handlungsemp-fehlungen für Betriebsräte, Sozialpartner, Politik und Bildungsträger.

Die Ergebnisse sollen in den Landesdialog der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ einfließen.  

Aus den bisherigen Diskursen der Träger haben sich folgende Themenstellungen als wichtig herauskristallisiert:  

  • Bildung (virtueller) betriebsübergreifender Wertschöpfungsketten und neue Arbeitswelten.
  • Bildung (virtueller) branchenübergreifender Wertschöpfungsketten und neue Arbeitswelten.
  • Potenzialabschätzungen neuer Technologien wie Cyber Physical Systems, Cloud Computing, Organische Elektronik, Humanoide Robotik u.a.
  • Arbeit 4.0 in der Software-Industrie.
  • Beschäftigungspotenziale humanoider Robotik.
  • Auswirkungen von Industrie 4.0 auf Mittelstand und Handwerk.
  • Modelle betriebsübergreifender Mitbestimmung entlang der Wertschöpfungsketten.
  • Neue Lernkulturen für den Umgang mit erweiterter Abstraktion und Komplexität.
  • Soziale Gestaltung des Crowdsourcing.
  • Auswirkungen von Industrie 4.0 auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt. 

 

Die Reihe der „Werkstattgespräche“ soll in den Jahren 2015 und 2016 an den Standorten Stuttgart und Heidelberg abwechselnd stattfinden. Ende des Jahres 2015 soll eine Zwischenbilanz gezogen werden, um gewerkschaftliche Strategieüberlegungen zu erleichtern. Die Abschlussveranstaltung soll im Jahr 2016 mit der Präsentation von Impulsen soll das 25-jährige Bestehen des Netzwerkes Forum Soziale Technikgestaltung (gegründet 1991) aufgreifen. Die gemeinsame Organisation und Moderation der „Werkstattgespräche“ liegt in den Händen von Ulrike Zenke, IG Metall Verwaltungsstelle Heidelberg, und Welf Schröter, Leiter des Forum Soziale Technikgestaltung. Die Reihe der „Werkstattgespräche“ wird ab 2015 begleitet von dem vom FST geleiteten Online-Diskurs „SozialCharta Virtuelle Arbeit“. Der Diskurs wird auf einer Online-Plattform passwortgeschützt realisiert. Die Moderation liegt in der Hand von Welf Schröter, dem Leiter des Forum Soziale Technikgestaltung. 

 

Programm der Auftaktveranstaltung für die Reihe „Werkstattgespräche 2015 – 2016: Zukunft der Arbeit – Gestaltungspotenziale für Industrie 4.0“ 

Montag 27. April 2015 von 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr, Haus der Wirtschaft Stuttgart, Raum Reutlingen 

17.00 Uhr Begrüßung

Baden-Württemberg als Vorreiter für „Industrie 4.0“

Guido Rebstock, Ministerialdirektor im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg

 

17.20 Uhr Begrüßung

Soziale Gestaltung von „Industrie 4.0“

Ulrike Zenke, IG Metall Bezirksleitung Baden-Württemberg, ITK-Arbeitskreis, Netzwerk ZIMT

 

17.40 Uhr Beitrag

Neue Infrastrukturen der Arbeit – Diskursimpuls für die Humanisierung der Arbeitswelten

Welf Schröter, Forum Soziale Technikgestaltung beim DGB Baden-Württemberg, Netzwerk ZIMT

 

18.15 Uhr Beitrag

„Arbeit 4.0“ in der industriellen Produktion

Frank Iwer, IG Metall Bezirksleitung Baden-Württemberg

 

18.40 Uhr Pause

 

18.50 Uhr Beitrag

Auswirkungen von „Industrie 4.0“ auf die Arbeitswelt

Klaus Friedrich, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates Bosch Rexroth

 

19.15 Uhr Beitrag

Trends und Thesen zu "Industrie 4.0"

Dr. Reza Moussavian, Vice President Group Transformational Change, Deutsche Telekom AG

 

19.40 Uhr Diskussion 

 

20.00 Uhr Ende

 

Die Veranstaltung ist offen und öffentlich. Um Anmeldung wird gebeten bei Welf Schröter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Netzwerk „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ am 26. März 2015 in Stuttgart gegründet 

Das Forum Soziale Technikgestaltung ist neben IG Metall und DGB einer der Gründungspartner der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“. Auf Initiative des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums nahmen am 26. März 2015 in Stuttgart mehr als 50 Partnerorganisationen an der Gründung der Allianz teil, darunter Industrieverbände und Gewerkschaften, Kammern und Clusternetzwerke sowie Hochschulen und Forschungsinstitute. (Gründungstext und Liste der Partner)